Auszug aus der Schulchronik Nofels
Franzosen
Am 3. Mai wurden die Bänke
eingeräumt. Behilflich waren dabei Altvorsteher Büchel,
August Schöch, Basil Büchel
jun. , Müller, Ina Fehr und der Schulleiter. Kaum war
das geschehen, kamen die ersten Franzosen ins Dorf. Im Dorf wurden gegen Mittag
( Chronik spricht von 16.00 Uhr) an den Häusern die weisse Fahne gehisst und besetzten auch das Schulhaus.
Die Kampftruppen waren sehr anständig. Aus dem
Schulhaus durfte nichts wegenommen werden, aber die
Franzosen versprachen, dass nichts gestohlen und auch nicht ruiniert werde.
In einigen Tagen wurden diese
Kampftruppen von anderen französischen Truppen und Marokkanern abgelöst. Neben
Privatwohnungen – meistens Scheunen - zogen die Marokkaner auch in das
Schulhaus ein. Es wurden marokkanische Bilder und französische Siegestrophäen
in den Zimmern und Gänge aufgemahlt – Rhin und Danube -. Vor der
Schulstiege war auf der Erde ein Marokkanerstern ,
dann auf dem Schulplatz zwei Rheien weisser Klötze..
Ein Posten stand dabei. Im
Konferenzzimmer befand sich die Kanzlei, in der Franzosen sassen.
Die Marokkaner, die meist auf
improvisierten Herden im Freien kochten, zerhackten die Schulbänke und Tische.